Die Originalität bewahren

Aussehen, Klang und optimale Spielbarkeit

Gleichzeitig behalten wir bei unseren Arbeiten immer auch die Spielbarkeit Ihres Instruments im Blick – von der spieltechnischen Ausrichtung des Halswinkels über die Stegform bis hin zur Beschaffenheit des Griffbretts. Denn wir wollen, dass Ihnen Ihr Spiel leicht von der Hand geht und Sie jeden Tag aufs Neue viel Freude an Ihrem restaurierten Streichinstrument haben.

Kleine Korrekturen, große Wirkung

Ein Streichinstrument ist ein sensibles System aus Steg, Stimmstock, Saitenhalter und Saiten, Halswinkel, Griffbrett und Bassbalken. Eine exakte Abstimmung dieser Komponenten kann Ihrem Instrument neue Klangwelten eröffnen. Gerne beraten wir Sie dazu, ob eine solche Feinjustierung im Falle Ihres Instruments lohnenswert ist. Fragen Sie nach!

Dank Hightech besonders behutsam

Wir arbeiten nach dem Restaurierungsgrundsatz: minimalinvasiv und reversibel. Müssen wir altes Futter ersetzen oder Wurmschäden beseitigen, arbeiten wir in unserem Atelier mit 3D-Scanner und CNC-Fräse. Dank dieses modernen Standards können wir selbst für äußerst komplexe Formen perfekt passende Inlays erstellen und den Verlust von Originalmaterial auf ein Minimum reduzieren. Auch für eine Randdoublierung müssen wir dank dieser hochmodernen Techniken kein Originalholz entfernen.

Minimal-invasive Restaurierung einer Decke eines Cellos:

Inlays für Wurmschäden

Restaurierung einer Geige gebaut von Pietro Antonio dalla Costa

Restaurierung einer Geige von Matthias Klotz

Restaurierung des Bodens der Matthias Klotz Geige

Restaurierung der Decke einer Tommaso Balestrieri Geige

Aus der Decke bei dieser Geige wurde das große, längliche Futter entfernt. Mit einem 3D Scan und einem CNC-Fräser haben wir ein neues Futter (Inlay) angefertigt. Für die Qualitätskontrolle der Leimung wurde ein CT-Scan gemacht.

Warum wird die Leimfuge im CT-Scan sichtbar?

Auf dem Röntgenbild des Instruments zeichnet sich die Leimung als feiner, weißer Strich ab. Dieses Phänomen basiert auf einfacher Physik:

  • Höhere Dichte: Der verwendete traditionelle Knochenleim besitzt nach dem Trocknen eine deutlich höhere Dichte als das leichte, poröse Fichtenholz der Geigendecke.
  • Stärkere Absorption: Die Röntgenstrahlen des CT-Scanners werden vom dichten Leim stärker absorbiert (abgeschwächt). Im fertigen Tomogramm erscheint dieser Bereich deshalb hell und hebt sich kontrastreich vom dunkleren Holz ab.

Die perfekte Qualitätskontrolle

Für uns ist dieser weiße Strich der finale Beweis für handwerkliche und technische Perfektion. Er zeigt auf einen Blick:

  • Spaltfreie Passung: Ein durchgehender, hauchdünner Strich garantiert, dass das Inlay vollflächig und ohne Druckstellen anliegt.
  • Keine Lufteinschlüsse: Eventuelle Luftblasen würden als schwarze Punkte in der Linie auffallen. Da der Strich makellos ist, ist eine optimale akustische Schwingungsübertragung gesichert.
  • Sichere Statik: Die Decke kann dem enormen Saitenzug der Geige wieder standhalten.

Die Verbindung aus jahrhundertealter Handwerkstradition und innovativer High-Tech-Diagnostik sichert den Werterhalt und den Klang historischer Meisterinstrumente für die Zukunft.